
So wird dein Garten fit für den Frühling: 5 praktische Tipps für Rasen, Beete und Pflanzen – inklusive smarter Unterstützung für die Rasenpflege
Der Frühling ist da und überall im Garten entsteht neues Leben. Keimlinge sprießen aus dem Boden und laden die ersten Insekten zum Erkunden ein. An den Bäumen und Sträuchern sind die ersten Knospen oder sogar schon einige Blüten zu sehen, die von den zeitigen Hummeln und Bienen besucht werden. Damit der Garten sich in seiner vollen Schönheit zeigen kann, wird es Zeit ihn fit für den Frühling zu machen.
Mit der ersten Gartenpflege im Frühjahr werden zunächst Laub, Äste und abgestorbene Pflanzenreste entfernt. Insbesondere auf dem Rasen sollte das Laub nicht liegenbleiben, weil dort unschöne Flecken entstehen können. Diese bieten Fläche für Unkräuter, die später nur schwer aus dem Rasen herauszubekommen sind.
Auch auf Gehwegen und Terrassen sollten die Pflanzenreste und vor allem das Laub entfernt werden. Hier sehen nicht nur unschön aus, sondern können besonders bei Nässe zur Rutschgefahr werden.
Die Beete sollten erst freigeräumt werden, wenn Sie vorhaben, etwas zu pflanzen. Solange schützen Laub und Pflanzenreste den Boden vor Erosion. Zudem werden Nährstoffe an den Boden freigegeben, die später Ihren Pflanzen zugutekommen.
Nach dem Februar dürfen Hecken und Bäume lediglich in Form geschnitten werden, um brütende Vögel nicht zu stören. Bei kleineren Sträuchern und Stauden ist auch ein späterer Rückschnitt möglich. Bei diesem werden nicht nur abgestorbene Pflanzenreste entfernt, sondern auch ein Neuaustrieb gefördert.

Ein Komposter eignet sich gut für die meisten Abfälle im Garten. So kann man diese später als Humus zum Düngen verwenden. © Gartenzeile
Sämtliche Pflanzenabfälle werden am besten in den Komposter gegeben, wo aus den Resten nährstoffreicher Humus entsteht. Wer Hochbeete im Garten hat, kann diese mit den Pflanzenresten füllen.
In beiden Fällen ist es wichtig, trockene und feuchte Materialien abzuwechseln, damit die Verrottung gefördert wird. Weitere Tipps zu Kompostern, Hochbeeten und anderen Gartenthemen finden Sie auch auf unserem YouTube Kanal „Gartenzeile“.
Im Frühling ist die erste Beetpflege fällig und es können einige Pflanzen gesetzt werden.
Der Boden sollte dafür lediglich gelockert und von Beikräutern befreit werden. Umgraben ist nicht nötig und schadet, weil es die unterschiedlichen Erdschichten durcheinanderbringt.
Im Frühjahr können bereits blühende Blumenzwiebeln gesetzt werden. Auch viele Kräuter, Blumen und Sträucher lassen sich nun pflanzen. Wenn Sie Kompost mit ins Pflanzloch geben, bekommen die Pflanzen einen natürlichen Startdünger, der ihnen hilft, die Wurzeln zu kräftigen. Hilfreich ist im Frühjahr außerdem, den Boden mit Zweigen abzudecken, um die Wurzeln vor der Kälte zu schützen.
Auch Gemüsebeete können schon angelegt werden. Im Hochbeet lassen sich bereits im März einige Gemüsesorten wie Spinat, Karotten und Radieschen aussäen. Mit einem Frühbeet werden sie zusätzlich vor Frösten geschützt.
Ab April kann auch in andere Freilandbeete gesät werden. Hier hilft ein Vlies die Pflanzen vor auftretenden Frösten zu schützen.

Das Frühjahr ist eine gute Zeit, um neue Beete anzulegen und Bepflanzungen vorzunehmen. Eine gute Planung ist dabei jedoch wichtig. © Gartenzeile
Wenn die Pflanzen ein wenig gewachsen sind, kann mit einer Mulchschicht der Boden bedeckt werden. Diese sorgt für zusätzliche Wärme und versorgt vor allem die Pflanzen mit wertvollen Nährstoffen. Zudem hilft die Mulchschicht den Boden vor dem Austrocknen zu schützen, wodurch weniger Wasser benötigt wird.
Die Mulchschicht lässt sich leicht durch samenlose Pflanzenreste, sowie Küchenabfälle aufbauen. Ähnlich wie bei einem Komposter wird diese Schicht nach und nach befüllt, bis sie etwa fünf bis zehn Zentimeter dick ist. Auch kann man Rindenmulch oder Hackschnitzel verwenden.
Das Wetter im Frühjahr, insbesondere im April, ist oft chaotisch. Hier gilt es die Bewässerung an die Witterung anzupassen. Gibt es viele trockene Tage, sollten vor allem frisch gesetzte Pflanzen regelmäßig gegossen werden, damit sie nicht vertrocknen.
Tägliches Gießen ist in der Regel nicht nötig, da dadurch das Wurzelwachstum eingeschränkt wird. Die Wurzeln breiten sich auf der Suche nach Wasser weiter aus, was die Stabilität der Pflanzen erhöht.
Gute Erfahrungen haben wir mit Ollas und Tonkegeln gesammelt. Diese werden in die Erde eingegraben. Durch das Terrakotta gelangt das Wasser nur sehr langsam ins Erdreich. Die Pflanzen bedienen sich dann nach Bedarf. Zudem spart man mit solchen Bewässerungen besonders viel Wasser, weil es nicht über die Oberfläche verdunstet.
Ist es sehr regnerisch besteht nicht nur die Gefahr von Staunässe, sondern auch von gefräßigen Schnecken. Diese können sich über den nassen Boden besonders gut fortbewegen. Insbesondere Jungpflanzen und Salate werden von den Nacktschnecken teilweise komplett heruntergefressen. Am besten ist es, die Pflanzen mit einem Schneckenkragen oder einem Schneckenzaun zu schützen. Von Schneckenkorn raten wir generell ab, da dieses auch anderen Tieren schadet.
Im Frühjahr steht die erste intensive Rasenpflege an. Wie intensiv diese ausfallen sollte, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab:
Wurde der Rasen erst im Jahr davor ausgesät, reicht es, ihn zu mähen. Sind Lücken im Rasen, sollten diese mit einer Nachsaat gefüllt werden. So wird verhindert, dass sich Beikräuter dort ansiedeln. Ein anschließende Düngung gibt den Gräsern neue Kraft zum Wachsen und hilft die Grasnarbe zu stabilisieren.
Wenn der Rasen bereits etwas älter ist und viel benutzt wird, verdichtet er sich nach und nach. Diese Verdichtung führt dazu, dass das Wasser nicht mehr richtig abfließt. Im schlechtesten Fall entstehen Pfützen auf dem Rasen und schädigen die Pflanzen nachhaltig. In diesem Fall kann das Belüften, auch „Aerifizieren“ genannt, helfen. Hierbei werden Löcher in den Boden gestochen. Diese sorgen dafür, dass das Wasser wieder an die Wurzeln gelangt.
Das Aerifizieren hilft jedoch nicht mehr, wenn der Boden voller Moose und Unkräuter ist. Dann ist es besser, die Grasnarbe anzuritzen und den Rasenfilz zu entfernen. Dieses Vertikutieren ist eine große Anstrengung für den Rasen und sollte deshalb maximal einmal im Jahr, am besten im Frühjahr, durchgeführt werden.
Anschließend helfen eine Nachsaat und das Düngen die entstandenen Lücken zu schließen und eine kompakte Grasnarbe zu erschaffen. Gesät wird am besten, wenn Regen bevorsteht und die Tage eher mild sind. Ansonsten sollte regelmäßig mit einem Rasensprenger bewässert werden.
Wichtig ist, dem Rasen nun Zeit zum Wachsen zu geben und ihn vorerst nicht zu mähen. Erst wenn die Gräser acht bis zehn Zentimeter lang sind, kann der Rasenmäher das „Go“ bekommen.
Über das Jahr hinweg gilt es nun den Garten regelmäßig zu pflegen. Beikräuter sollten da, wo sie stören, entfernt und der Boden gelockert werden. So bleibt das Wasser nicht obenauf liegen, sondern gelangt an die Wurzeln.
Bei längerer Trockenheit ist die regelmäßige Bewässerung wichtig, damit die Pflanzen nicht eingehen. Am besten wird immer morgens gegossen. In der Mittagshitze verdunstet ein großer Teil des Wassers, sodass weniger bei den Wurzeln ankommt. Wird abends gegossen ebnet das den Nacktschnecken, die dann aktiv werden, den Weg.
Auch der Rasen benötigt das ganze Jahr über Pflege. Er sollte regelmäßig gemäht werden, damit die Grasnarbe dicht bleibt und sich keine Beikräuter einschleichen können. Hier erleichtern Mähroboter wie von Sunseeker die Pflege, sodass man nicht mehr selbst seine Zeit dafür hergeben muss.

Der Sunseeker S4 kümmert sich bei uns seit dem März um die Rasenpflege. © Gartenzeile
Auch wenn die Technik schon so weit ist, dass sämtliche Tiere und Gegenstände auf dem Rasen erkannt werden, sollten Sie den Sunseeker besser tagsüber laufen lassen, um ein Kontakt mit Wildtieren zu vermeiden. Bereits im letzten Jahr konnten wir einige Sunseeker-Modelle ausgiebig testen und auch in diesem Jahr ist der neue Sunseeker S4 auf unserem Rasen eingekehrt. Unser ausführliches Review-Video findet man auf unserem YouTube Kanal.
Ein weiterer Vorteil von Mährobotern ist, dass der feine Rasenschnitt liegen bleibt und somit als natürlicher Dünger dient. Dadurch muss deutlich weniger gedüngt werden.
Wenn dennoch ein zusätzlicher Nährstoff-Booster nötig ist, raten wir zu natürlichen Düngern wie Kompost. Dieser kann selbst hergestellt werden und ist reich an Nährstoffen.
Im Frühjahr wird durch verschiedene Arbeiten der Garten auf das neue Jahr vorbereitet. Vertrocknete und unerwünschte Pflanzen werden entfernt und neue Blumen und Sträucher gesetzt.
Der Rückschnitt entfernt nicht nur alte Zweige, sondern fördert den Neuaustrieb.
Die Bewässerung sollte an die Wetterlage angepasst werden. Ist es regnerisch kann man sich zurückhalten. Bei Trockenheit wird regelmäßig, aber nicht täglich gegossen.
Der Rasen braucht unter Umständen besondere Pflege. Bei älteren Anlagen ist eventuell das Aerifizieren oder Vertikutieren nötig. Eine Nachsaat füllt die Lücken und die Düngung gibt den Gräsern neue Kraft.
Ist die Pflege im Frühjahr abgeschlossen, heißt es, auch das ganze Jahr dranzubleiben. So sieht der Garten immer schön aus. Vor allem das regelmäßige Mähen ist wichtig. Hier erleichtert ein Sunseeker Mähroboter die Arbeit, sodass man sich wichtigeren Dingen widmen kann.
Über Gartenzeile: Auf dem YouTube Kanal „Gartenzeile“ (https://www.youtube.com/c/gartenzeile) gibt es regelmäßige Tipps rund um den Garten. Über Rasenpflege, Pflanzenanbau bis hin zu Testberichten zu Gartenwerkzeugen und Robotern.